Ergonomisch korrekt: die richtige Schlafposition dank guter Matratze

15. Mai 2013 – 13:10

Rainer Sturm / pixelio.de

Der gesunde und erholsame Schlaf wird öfters gerne als selbstverständlich hingenommen, als etwas, das sich entweder von alleine einstellt oder nicht. Dieser Trugschluss hängt in erster Linie mit der Annahme zusammen, dass ein guter und tiefer Schlaf eine Sache des Kopfes ist. Die psychische Verfassung spielt tatsächlich eine große Rolle, gerade wenn es um das Einschlafen geht, doch hat auch der Körper Anforderungen an die Gegebenheiten, unter denen man sich zum Schlafen hinlegt. Der wichtigste Faktor ist hier die Matratze.

Eine gute Matratze unterstützt den Körper

Die Bedürfnisse des Körpers sind von Körperregion zu Körperregion verschieden. Ganz klar, der Kopf- und Nackenbereich braucht eine ganz andere Unterstützung als zum Beispiel Waden oder Füße. Hochwertige Matratzen sind so konzipiert, dass sie den unterschiedlichen Anforderungen der Körperregionen gerecht werden. Im Handel sind so genannte Mehrzonen-Komfortmatratzen erhältlich. Üblich sind 5-Zonen-Komfortmatratzen und 7-Zonen-Komfortmartratzen. Jede dieser Zonen ist für eine bestimmte Körperregion bestimmt, was besonders der Muskulatur und dem Skelett entgegenkommt.

Obwohl sich der Mensch beim Einschlafen und auch während des Schlafs scheinbar vollständig entspannt, ist dieses nicht der Fall. Wichtige Muskelgruppen bleiben in allen Schlafphasen zumindest leicht angespannt, um dem Körper Halt zu geben, denn ohne diese Hilfe besteht die Gefahr, dass sensible Körperbereiche wie zum Beispiel die Wirbelsäule unnötig oder gar schädlich belastet werden. Der Körper drückt mit nahezu seinem vollen Gewicht in die Schlafunterlage und braucht einen Gegendruck, um entlastet zu werden. Andernfalls arbeiten die Muskeln diesem Druck entgegen und bekommen nicht ausreichend Möglichkeit zur Regeneration. Es kommt zu “Muskelkater” in Folge von zu großer Belastung und zu geringer Regenerationsmöglichkeit. Der Mensch fühlt sich am Morgen trotz des Schlafs schlapp und müde. Schmerzen im Gelenk- und Wirbelsäulenbereich sind ebenfalls möglich.

Ebenfalls problematisch wie eine zu weiche bzw. durchgelegene Matratze ist eine zu harte Schlafunterlage. Wie der Fachverband der Matratzenindustrie berichtet, kann es hier zu Durchblutungsstörungen und zu einem Stau der Kapillargefäße kommen. Grundsätzlich sind härtere Modelle allerdings kein Problem. Gerade Personen mit einem überdurchschnittlichen Körpergewicht sollten einen größeren Härtegrad wählen, da diese Matratzen mit den großen Belastungen besser zurechtkommen und auch länger halten.

Unterfederung spielt ebenfalls eine Rolle

Neben der Matratze spielt auch der Lattenrost beim ergonomisch korrekten Liegen eine Rolle, denn der Rost sorgt dafür, dass die Matratze richtig aufliegt und die Stützfunktion bestmöglich wahrnehmen kann. Sind beispielsweise die Abstände zwischen den einzelnen Latten zu groß, drückt die Matratze an den entsprechenden Stellen durch und kann keinen richtigen Halt mehr geben. Der Körper liegt an den Stellen nicht mehr richtig auf und befindet sich in einer ergonomisch ungünstigen Lage. Gleiches gilt, wenn die einzelnen Latten zu sehr durchbiegen. Auch eine gute Matratze würde in so einem Fall nachgeben.

Hat man das “Matratzen-Problem” in den Griff bekommen, sollte man einen Blick auf die Einschlaf-Atmosphäre werfen. Alltagssorgen sind kurz vor dem Schlafengehen natürlich ein großes Hindernis. Abschalten kann man diese zwar nicht, doch kann es helfen, sich in der letzten halben Stunde, bevor das Licht ausgeschaltet wird, noch etwas abzulenken. Ein aufregender Action-Film ist allerdings ungünstig.  Aufgewühlt schläft es sich einfach nicht gut ein. Besser ist es, auf ein gutes Buch oder eine andere ruhige Beschäftigungen zurückzugreifen. Eine gute Belüftung für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr in der Nacht sowie ausschließlich leichte Kost in den Stunden vor dem Schlafen sind ebenfalls probate Mittel.

Schlaf nicht herbeisehnen

Augustine / pixelio.de

Wer dennoch Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte darauf achten, dass der Einschlaf- und Aufsteh-Rhythmus halbwegs eingehalten wird. Wer regelmäßig zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten ins Bett geht, arbeitet gegen den eigenen, natürlichen Bio-Rhythmus, was ein echter Hinderungsgrund sein kann.

Trotz der zahlreichen Tipps ist der wohl wichtigste Hinweis zur “Schlaf-Hygiene”: Schenken Sie dem Thema Schlaf nicht zu viel Aufmerksamkeit. Je mehr versucht wird, den Schlaf “herbeizuzaubern”, umso schlechter wird dieses gelingen. Dieses ist leider einfacher gesagt als getan, doch mit ein bisschen Übung kann dieses durchaus gelingen.

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