Zähneknirschen in der Nacht

22. Dezember 2010 – 10:02

Der Denkspruch vieler Menschen, wenn sie unter Stress leiden, heißt: Die Zähne zusammenbeißen und durch. Unser Körper versteht diese Aufgabe wohl falsch und verarbeitet die Anspannung des Tages nachts in Form von Zähneknirschen. Es gibt keine handfesten Beweise, aber das nächtliche Knirschen ist eine weitverbreitete Erscheinung. Oft wird von 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung geredet, einige Schätzungen sprechen sogar von außergewöhnlichen 68 Prozent.

Während des Schlafes ist der Kiefer üblicherweise entspannt und die Zähne sind leicht geöffnet. Doch bei den Zähneknirschen ist das anders: Mit sehr hohem Druck drücken sie die Zähne aufeinander, dabei verkrampfen die Muskeln. Bruxismus wird dieses Phänomen von Experten genannt. Vergleichbar sind die Kräfte, die dort wirken, also würde man acht Stunden lang auf einem sehr zähen Stück Steak kauen. Somit sind sie viel höher als die normalen Kaukräfte.

Fast immer ist unverarbeiteter Stress die Ursache. Die meisten Menschen sind völlig ahnungslos, dass sie nachts mit den Zähnen knirschen. Wenn über einen lange Zeitraum geknirscht wird, dann werden die Zähne dermaßen abgerieben. Im schlimmsten Fall können die Zähne längs durchbrechen. Doch nicht nur die Zähne werden in Mitleidenschaft gezogen. Folgen sind auch Muskelschmerzen im Kiefer und im Gesicht, wenn die Betroffenen  morgens aufwachen. Des Weiteren treten auch Kopf- und Nackenschmerzen auf, sogar Migräne kann entstehen. Zahnärzte helfen ihren Patienten, in dem sie eine Knirscher-Schiene erhalten. Dabei handelt es sich um einen Kunststoffschutz, der nachts auf die Zähne gelegt wird und den Abrieb verhindert.

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