Untersuchungen und Studien zum Thema Schlafen

2. September 2010 – 12:47

Das Thema schlafen beschäftigt auch einen großen Teil der Wissenschaften, muss doch jeder Mensch täglich schlafen, um sich zu regenerieren und neue Energien zu sammeln.  Die verschiedensten wissenschaft- lichen Disziplinen beschäftigen sich mit dem schlafenden Menschen in Schlaflaboren und untersuchen ihre Gehirnaktivi- täten und ihre körperlichen Reaktionen. Noch ist es ein großes Rätsel, warum Menschen träumen und wie sich das Träumen auf den Köper auswirkt und auf die Psyche und das nicht nur nach Freud und Jung.


Schlafforschung
Die Schlafforschung ist eine sehr alte Disziplin und noch längst ist kein Ende in Sicht. Über die Jahrhunderte haben sich die Erkenntnisse in der Schlafforschung gewandelt, versuchte Hippokrates den Schlaf noch durch die aufgenommene Nahrung entstehende giftige Dämpfe im Magen zu erklären, ging Hildegard von Bingen davon aus, dass der Mensch aus zwei Teilen besteht und er deshalb beide Gegenpole Wachsein und Schlafen benötige.

Erst 1953 wurde die REM-Schlafphase entdeckt, welche zunächst auch als Traumphase bezeichnet wurde, doch ist mittlerweile belegt, dass man auch in der Tiefschlafphase träumt. Im Schlaf sind die Atemfrequenz, der Puls und der Blutdruck in der NREM-Phase gesengt, welche in der REM-Phase wieder ansteigen, ebenso wie die Gehirnaktivität. In der REM-Phase wird die Muskulatur blockiert. Der Mensch muss schlafen, aber warum das so ist, ist noch nicht vollständig geklärt. Schlafstörungen werden in der Somnologie, der Schlafmedizin erforscht und untersucht.

Verschiedene Schlafstudien
Soweit zur Theorie, nun soll die Schlafforschung auch an ein paar praktischen Beispielen mittels durchgeführten Studien anschaulich dargelegt werden. Wissenschaftler forschen gern und legen dann ihre Studienergebnisse in fachspezifischen Publikationen und Magazinen da, so wie die Studie über den Zusammenhang von Schlafen und Naschen sowie Übergewicht von den Wissenschaftlern der Harvard Medical School in Boston im Fachmagazin „Sleep“ veröffentlicht wurde.

Schlafmangel führt zu Naschen
Die durchgeführte Studie belegt, dass Schlafmangel und Übergewicht in einem Zusammenhang stehen: Teenager, die pro Nacht weniger als acht Stunden schlafen, neigen zum Naschen und nehmen dadurch auch zu. Die Studie wurde mit 240 Probanden zwischen 16 und 19 Jahren durchgeführt, wovon 18 Prozent fettleibig waren. Auch wenn für Teenager neun Stunden Schlaf empfohlen wurden, schief die Mehrzahl der Probanden nur siebeneinhalb Stunden. Die Kurzschläfer nahmen deutlich mehr fettreiche Nahrung zu sich als die Teenager, die acht und mehr Stunden schliefen. Diese Naschhaftigkeit erhöht nicht nur das Gewicht, sie sorgt auch für ein stärkeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Schlafstörungen erhöhen Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten
Diesen Zusammenhang bestätigt auch eine weitere Schlafstudie, die von der West Virginia University in Morgantown durchgeführt wurde. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Schlafstörungen ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein können. Hierfür wurden die Daten von 30.400 Menschen im Alter über 18 Jahren ausgewertet, eine repräsentative Stichprobe der erwachsenen US-Bevölkerung. Davon erlitten 2146 Menschen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bzw. waren an Herz- und Gefäßkrankheiten erkrankt. Laut einer m Jahr 2008 durchgeführten Studie der amerikanischen National Sleep Foundation leiden von 1000 Befragten deutlich über die Hälfte (65 Prozent) an  Schlafstörungen.

Die Schlafdauer nimmt ab
Eine weitere Studie der Universität von Chicago ermittelte, dass die allgemeine Schlafdauer der Menschen viel zu gering ist. So werde nicht nur der Schlaf durch das Geschlecht und die ethnische Herkunft beeinflusst, sondern auch durch den von sozialökonomischem Status. So schlafen nicht nur Männer weniger als Frauen, Arme wenige als Reiche, auch schwarze weniger als Weiße. 2003 und 2004 wurden die Schlafgewohnheiten von 669 Probanden untersucht. Das Ergebnis: die durchschnittliche Schlafdauer nimmt ab und darunter leidet auch die Qualität des Schlafes. Schliefen die Menschen um 1900 noch durchschnittlich neun Stunden und 1970 noch etwa sieben Stunden sind es laut der Studie nur noch um die sechs Stunden, auch wenn deutlich längere Zeit im Bett verbracht wird.

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